Neues Testament

Neues Testament · 14. Januar 2021
Foto: kalhh auf Pixabay

Neues Testament · 13. November 2020
Von Bettina Ley „Was gestern noch galt, ist heute schon anders. Deshalb sind die neuen Corona-Regeln unser erstes Tagesthema“, sagte Caren Miosga in den Tagesthemen Mitte Oktober. Die Corona-Regeln schränken unser Leben ein, vor allem das der Jugendlichen. „Es ist 22.50 Uhr am Schlesischen Tor. Bevor der Späti (ein Kiosk, der auch spät noch geöffnet ist) gleich schließt, kauft Linus mit seinem Kumpel noch schnell ein Bier. Er ist gerade 18 geworden. „Klar, ich mach schon mit bei...

Neues Testament · 05. September 2020
Und als Jesus an die Stelle kam, sah er auf und sprach zu ihm: Zachäus steig eilend herunter; denn ich muss heute in deinem Haus einkehren. (Lukas 19,5) Zachäus ist ein körperlich kleiner Mann. Aber beruflich hat er es geschafft. Er ist nämlich nicht irgendein kleiner Zöllner auf einem verlorenen Posten, sondern ein regelrechter Zollunternehmer (Luther übersetzt: „ein Oberer der Zöllner“). Solche Zollunternehmer verpachteten Zollstationen an den Stadttoren an die einfachen Zöllner...
Neues Testament · 22. August 2020
Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollten (Röm 3,23). Es ist bemerkenswert, dass der Begriff der Sünde nicht mehr gern verwendet wird, auch nicht in der Kirche. Von manchen Christinnen und Christen wird er sogar vehement abgelehnt, weil er ein vorwiegend negatives Menschenbild transportiere. Wenn nun noch der Begriff der „Sühne“ oder gar des Sühnopfers ins Spiel gebracht wird, wie Paulus es wenige Zeilen weiter sagt: „Den (Christus) hat Gott...

Neues Testament · 08. August 2020
Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch das, was er hat, genommen werden. (Mt 25,29) In der Pädagogik gibt es in Anlehnung an diesen Vers den feststehenden Begriff des „Matthäusprinzips“. Damit wird das Phänomen bezeichnet, dass diejenigen, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft und ihrer naturgegebenen Talente von Anfang an im Vorteil gegenüber anderen sind, sich häufig mehr anstrengen, zielstrebiger lernen und...
Neues Testament · 12. April 2020
Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten. (Mt 28,16-17) Der Schriftsteller und Fotograf Ulrich Schaffer, der aus seiner Freikirche wegen „Irrlehre“ ausgeschlossen wurde und dessen erster Verlag ihm aus demselben Grund kündigte, hat 1988 ein kleines Manifest mit dem Titel „Grundrechte“ veröffentlicht. Dieses Buch ist mir seit Beginn meines Theologiestudiums wichtig....
Neues Testament · 10. April 2020
Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: "Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mt 27,46) Als ich vor 19 oder 20 Jahren zum ersten Mal in der Matthäuskirche an einem Karfreitagsgottesdienst teilnahm, war ich bass erstaunt: Die Kirche war voll. Nun ja, nicht ganz, aber doch recht gut gefüllt. Ich hatte erwartet, dass an einem solch traurigen Tag, wo es um Sünde und Sühnopfer ging, nur die ganz treuen Kirchgänger da sein würden. Die,...
Neues Testament · 08. April 2020
Und als sie aßen, sprach er: „Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.“ Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln zu ihm zu sagen: „Herr, bin ich’s?“ (Mt 26,21-22) Als ich das erste Mal die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach in einem Konzert gehört habe, traf mich diese Stell wie ein Hammer. Die Matthäuspassion ist ein Oratorium für zwei vierstimmige Chöre. An dieser Stelle singt Chor 1 wie im Evangelium: „Bin ich’s?“, aber...
Neues Testament · 05. April 2020
Und Jesus ging in den Tempel hinein und trieb hinaus alle Verkäufer und Käufer im Tempel und stieß die Tische der Geldwechsler um und die Stände der Taubenhändler und sprach zu ihnen: „Es steht geschrieben: ‚Mein Haus soll ein Bethaus sein‘; ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus“ (Mt 21,12-13) Ich muss gestehen, dass ich diese Szene liebe, obwohl Jesus hier alles andere als liebenswürdig und sanftmütig daherkommt, sondern im Gegenteil übellaunig und zornig. Aber diese...
Neues Testament · 03. April 2020
Das Volk aber, das ihm voranging und nachfolgte, schrie und sprach: „Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!“ (Mt 21,9). Es war von Anfang an ein Missverständnis. Die Menschen in der römischen Provinz Judäa, die Jesus hier jubelnd empfingen, sehnten sich nach einem, der sie retten bzw. befreien würde. Nach einem König aus dem Hause Davids. Das nämlich bedeutet der Ruf: „Hosianna dem Sohn Davids.“ Hosianna ist ein Hilfe- und...

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