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Mensch lebt nicht vom Brot allein

Nach der Taufe ging Jesus in die Wüste und fastete 40 Tage lang. Dann hatte er Hunger und wurde, so berichtet Matthäus, vom Teufel versucht: „Und der Versucher trat herzu und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden. Er aber antwortete und sprach: ‚Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.‘ (Mt 4,3-4)“. Jesus erinnert sich in seiner Notsituation an ein Wort aus dem 5. Buch Mose: „Er demütigte dich und ließ dich hungern und speiste dich mit Manna, das du und deine Väter nie gekannt hatten, auf dass er dir kundtäte, dass der Mensch nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN geht“ (5. Mose 8,3).

 

Auch wir fühlen uns heute in einer Notsituation, ähnlich wie das Volk Israel in der Wüste und wie Jesus nach seiner Fastenzeit. Jedoch erst seit einigen Tagen. Unser öffentliches Leben ist lahmgelegt, unsere Kirchen bleiben geschlossen. Aber wir können noch in die Supermärkte gehen und uns Brot und alles, was wir zum Leben brauchen, kaufen. In dieser Situation merken wir vielleicht auch, dass man vom Brot und vor allem von Toilettenpapier allein nicht leben kann, sondern dass wir soziale Kontakte und ein soziales Miteinander brauchen. Das Wort Gottes kommt jetzt zu uns über die sozialen Medien, das Internet und durch das Telefon. Deswegen ist jetzt das Gebot der Stunde: Bleibt in Kontakt und sprecht miteinander, denn der Mensch lebt nicht vom Brot allein.